Das Mentoren-Programm der Stiftung Bürger für Münster

Das Mentoren-Programm


Mit unserem Mentoren-Programm wenden wir uns an Studierende, Berufstätige und Senioren, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen an junge Menschen weitergeben und diese in den Bereichen Schule, Berufsorientierung und Lebenseinstellung unterstützen möchten. Es sollen Werte wie Eigenverantwortung und Sozialkompetenz vermittelt werden, die in der Schule und im zukünftigen Berufsleben unerlässlich sind.

Zielgruppe sind 14- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung benötigen, weil sie ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Sie besuchen zum Zeitpunkt des Programms die Klassen 8 oder 9. Das Mentoren-Programm der Stiftung Bürger für Münster findet aktuell an 5 Realschulen Münsters statt.

Jeder, der eine Vorbild-Rolle einnehmen kann und möchte und Freude daran hat, junge Menschen zu unterstützen, ist in unserem Mentoren-Programm herzlich willkommen! Aktuell engagieren sich überwiegend Studierende in dem Programm. Wir sind jedoch stets auch auf der Suche nach Berufstätigen und Pensionären, um einen guten Ausgleich zwischen Jung und Alt zu schaffen. Denn ein breites Erfahrungsspektrum stellt eine große Bereicherung für das Programm dar.

Verlauf des Mentoren Programms

 

Ablauf


Ablauf des Mentoren Programms

Am Ende des Schuljahres wird das Mentoren-Programm in den Klassen 8 der teilnehmenden Realschulen durch einen Mentor der Stiftung vorgestellt. Die interessierten Schülerinnen und Schüler bekommen einen Anmeldezettel, auf dem auch ihre Eltern ihr Einverständnis erklären. Die unterschriebenen Zettel werden durch die Klassenlehrer eingesammelt und an uns weitergeleitet. Die Teilnahme am Programm ist für die Schülerinnen und Schüler kostenlos.

Wenn eine entsprechende Anzahl Mentoren für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gefunden ist, findet an jeder Schule eine Veranstaltung zum Kennenlernen statt. Gemeinsames Pizzabacken hat sich in der Vergangenheit als besonders geeignet erwiesen, um in ungezwungener Atmosphäre eine ideale Zuordnung zu finden: schließlich wird der Mentor seinen Mentee über einen längeren Zeitraum begleiten.

Nachdem die Kontaktdaten ausgetauscht worden sind, verabreden sich Mentor und Mentee zu einem ersten gemeinsamen Treffen. Hierfür bieten sich sowohl die Räumlichkeiten der Schulen als auch öffentliche Einrichtungen wie die Stadtbibliothek oder die ULB an. Jetzt ist insbesondere der Mentor gefragt, herauszufinden, wo die Stärken und Schwächen seines Mentees liegen, um hier gezielt Unterstützung leisten zu können. Das Mentoring beginnt bereits Ende der achten Klasse, damit vor Beginn des Schuljahres noch Zeit bleibt, das „Eis zu brechen“. Wichtig ist, dass die Mentoren keine Nachhilfe im herkömmlichen Sinne geben. Natürlich wird ab und an auch bezüglich einer aktuellen Hausaufgabe oder einer bevorstehenden Klassenarbeit Unterstützung gegeben, dies stellt jedoch keinesfalls den Kern des Mentorings dar.

Der zentrale Punkt des Programms ist die Berufsorientierung – daher setzt es auch im Vorfeld des von den Schulen organisierten Berufspraktikums in der Klasse 9 ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Perspektive für die Zeit nach der Schule erhalten. Ziel ist, für sie einen ihren Vorstellungen, Wünschen und Stärken entsprechenden Weg gemeinsam zu erarbeiten.

Welcher Beruf interessiert mich und passt zu mir? Was verbirgt sich hinter den einzelnen Berufsbezeichnungen? Wo finde ich eine Praktikumsstelle und später vielleicht einen Ausbildungsplatz? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um eventuell das Abitur machen zu können? Solche und ähnliche Fragen gilt es zu klären.

Die Mentoren bekommen hierfür zahlreiche Hilfsmittel an die Hand. Da gibt es zum einen eine Handreichung mit zahlreichen nützlichen Tipps und Hinweisen wie z.B. Internet-Adressen, zum anderen informative Veranstaltungen sowie Materialien der Bundesagentur für Arbeit.

Beim Bewerbungstraining sind der Gestaltungsphantasie des Mentors keine Grenzen gesetzt: Die Möglichkeiten reichen von simulierten Vorstellungsgesprächen bis hin zu Besuchen bei örtlichen Unternehmen. Auch hier ist es unerlässlich, auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Mentees einzugehen.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen im Schulunterricht die Grundlagen für die Erstellung eines Lebenslaufs vermittelt. Der Mentor bietet Unterstützung bei der Individualisierung und Ausarbeitung. Erfahrungsgemäß haben die Mentoren in ihrem Leben bereits einige Bewerbungen verfasst, aber auch hier finden sich in den Unterlagen Vorlagen und Muster, an denen man sich orientieren kann.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen im Schulunterricht die Grundlagen für die Erstellung eines Lebenslaufs vermittelt. Der Mentor bietet Unterstützung bei der Individualisierung und Ausarbeitung. Erfahrungsgemäß haben die Mentoren in ihrem Leben bereits einige Bewerbungen verfasst, aber auch hier finden sich in den Unterlagen Vorlagen und Muster, an denen man sich orientieren kann.

Als Alternative zum traditionellen Mentorenprogramm mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung gibt es die Möglichkeit, jüngere Schülerinnen und Schüler nach dem Übergang in die weiterführende Schule zu betreuen und sie dabei zu unterstützen, ihre schulische Arbeit zu organisieren. Thema ist hier: Lernen lernen! Für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund kann hier auch sprachliche Förderung sinnvoll sein.

Lust bekommen, auch Mentor in Münster zu werden? Hier geht es zum Kontaktformular!

Erfahrungen


Helena Helfer
"Durch das Mentorenprogramm unternehmen meine Mentee und ich viele Dinge, die wir sonst im Alltag nicht tun würden. Wir haben eine echte Freundschaft geschlossen und ich bin dankbar, dass ich Sie auf dem Weg in Ihre Zukunft ein Stück begleiten kann. Das Mentorenprogramm ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für uns beide - und bringt darüber hinaus jede Menge Spaß!"
Helena Helfer, Mentorin seit 2013
Julia Holtrup
"Als Projektleiterin für die Mentorengruppe der Paul-Gerhardt-Realschule habe ich eine spannende und vielseitige Aufgabe. Im Austausch mit den Mentoren und der Schule bekommt man nicht nur einen tollen Einblick in die Welt eines jeden einzelnen Schülers sondern liefert zudem einen wertvollen Beitrag, den Schüler in seiner Zukunftsgestaltung zu unterstützen und ihn dabei auf den für ihn richtigen Weg zu schicken. Das ist ein sehr schönes Gefühl."
Julia Holtrup, Projektleiterin der Paul-Gerhardt-Realschule
Hans-Peter Kosmider
"Wir Mentoren sind gelebtes Bürger-Engagement: Wir helfen jungen Menschen persönlich und unmittelbar, damit sie ihre Chancen verbessern."
Hans-Peter Kosmider, Vorstandsvorsitzender Stiftung Bürger für Münster

Schulen


 

Kontaktdaten der einzelnen Projektleiter:

Paul-Gerhardt-Realschule
Projektleiterin: Joana Guerreiro Kleyboldt
Kontakt: j.kleyboldt@web.de

Fürstin-von-Gallitzin-Schule
Projektleiter: Tim Pförtner
Kontakt: tim.pfoertner@gmail.com

Geschwister-Scholl-Realschule
Projektleiterin: Alexandra Klußmann
Kontakt: alex.klussmann@gmx.de

Erna-de-Vries-Schule
Projektleiter: Hendrik Hahn
Kontakt: hahn.hendrik@web.de

Realschule im Kreuzviertel
Projektleiter: Christian Siemen
Kontakt: christian@siemen-online.com

Ausbau des Mentoren-Programms


Inklusionsschüler

Schüler im Inklusionsprogramm des Schiller-Gymnasiums werden von Mentoren betreut. Bisher an einer Schule. Zunächst zu evaluieren, bevor über Ausbau entschieden wird.

Sport-Mentoring

An einer Schule gibt es für Schüler, die nachmittags "rumhängen" und nicht in einem Verein sind, ein Sportangebot mit Training und Ballspielen. Zunächst nur für Jungen; Ausbau für Mädchen (Tanz, Gymnastik) ist geplant. Mentoren sind sportliche junge Leute mit Erfahrungen als Jugendtrainer in Fußballclubs o.Ä.. Bisher an einer Schule, Ausbau geplant.

 

Kontakt